Eine Pressemitteilung von: Das Bündnis der Bürgerinitiativen
Kein Flughafenausbau – Für ein Nachtflugverbot
„Die Wirksamkeit der vereinbarten zahlreichen Einzelmaßnahmen muss erst noch durch das Umwelt- und Nachbarschaftshaus überprüft werden“, so Bouffier. Was heute bekannt wurde, sind minimale und nicht ausreichende Vorschläge, die den Namen Lärmschutzmaßnahmen nicht verdienen. Es sind lediglich Versuche, die gröbsten Auswirkungen etwas zu reduzieren. Soll mit der Ausweitung des Casa-Programms und der Übernahme von Umzugskosten die Evakuierung der Region eingeläutet werden?
Mit passiven Schallschutzmaßnahmen und höheren Entgelte für lärmstarke Flugzeuge können in der Rhein-Main-Region keine Bürger mehr beeindruckt werden. Auch Routenverlegungen sind keine Lärmreduzierung, sondern nur eine Umverteilung des Lärms, ein Täuschungsmanöver – mehr Lärm für mehr Menschen. „Die damit beabsichtigte Spaltung der Bevölkerung wird es nicht geben, ob nun Mainz oder Wiesbaden stärker belastet oder entlastet wird, die Solidaritätsgemeinschaft der Bürgerinitiativen wird sich auch weiterhin gemeinsam wehren“, sagt die Sprecherin des Bündnisses Ingrid Kopp.
Die Bürger wissen, dass alle Versuche zur Entlastung durch die geplante Zunahme des Luftverkehrs wieder hinfällig werden. Die Nordbahn hätte niemals gebaut werden dürfen, denn dadurch wurde der Kollaps der Region vorprogrammiert. Bereits während des Planfeststellungverfahrens hat sich das abgezeichnet und man hat billigend in Kauf genommen, dass die Menschen der Region massiv in ihrer Lebensqualität eingeschränkt werden und Gesundheitsschäden davontragen. Verantwortungsvolles Handeln sieht anders aus.
Wenn es der Landesregierung ernst ist, hörbare Lärmreduzierung für die Bevölkerung zu erreichen, täte sie gut daran, endlich die Notbremse zu ziehen und die Flugbewegungen von zur Zeit 480.000 zu reduzieren.
